Familiengottesdienst Ostern 2012

In der sehr gut besetzten Kirche feierte die Gemeinde Vechelde den Ostergottesdienst auf ganz besonders berührende Weise.

Zu Beginn sang die Gemeinde das Lied „Er ist erstanden“ aus dem Kinderliederbuch (Nr. 35). Danach folgte das Bibelwort 2. Timotheus 2, 8 „Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium“ und das Chorlied „Du gabst, o Vater, mir dein Leben“ (CM 246).

Anschließend erklärte der Gemeindevorsteher, Priester Wolfgang Petri, der Gemeinde anhand einer Projektion von sechs Bildern die Vorgänge um das Ostergeschehen vom Karfreitag bis zur Auferstehung sehr anschaulich und verständlich. Insbesondere die Kinder wurden durch Fragen und Antworten in den Gottesdienst einbezogen.

Nach dem Chorlied „Freut euch, ihr Christen“ (GB 66) folgte eine Betrachtung des Steines, des Steinhaufens und der Belastung des eigenen Herzens durch sehr unterschiedliche Steine. Steine in verschiedenen Größen waren sehr geschickt in den Altarschmuck eingebunden. Auch der Aspekt der enttäuschten Hoffnung – „Kann das sein, dass nicht mehr von Jesus übriggeblieben ist?“ – floss in die Predigt ein. Auf dem Stein mancher begrabenen Hoffnung sitzt ein Engel und weist den Weg zu dem ganz persönlichen Ostern.

Vor der Überleitung zum Heiligen Abendmahl trugen zwei Schwestern den Dialog „Wann ist Ostern?“ vor:

  • Manchmal streiten wir miteinander und es ist gar nicht so einfach, sich nachher wieder zu vertragen. Das bringen wir zu dir, Gott der Versöhnung.
  • Ostern ist immer dann, wenn wir aufeinander zugehen und einander verzeihen.
  • Manchmal schauen wir nur auf uns und merken gar nicht, dass es unserem Nächsten nicht gut geht. Das bringen wir zu dir, Gott der Liebe.
  • Ostern ist immer dann, wenn wir uns um unseren Nächsten bemühen und miteinander das Leben teilen.
  • Manchmal denken und reden wir über andere Menschen schlecht, obwohl wir sie gar nicht richtig kennen. Das bringen wir zu dir, Gott des Lebens.
  • Ostern ist immer dann, wenn wir offen aufeinander zugehen.
  • Manchmal sind wir gegen alles, was neu und anders ist. Das bringen wir zu dir, Gott des Aufbruchs.
  • Ostern ist immer dann, wenn wir Neues wagen und den Mut haben, neue Wege zu gehen.

Das Heilige Abendmahl wurde umrahmt vom Bußlied „Hört, Jesus ruft“ (GB 408), im Wechsel vorgetragen von der Orgel als Begleitung zur Tenorflöte und zum Gemeindegesang, und den Liedern „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (GB 69) und „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ (GB 59) aus dem Gesangbuch. Als Schlusslied sang die Gemeinde freudig den Kanon „Vom Aufgang der Sonne“.

H.G.