Bischof Sommer in Vechelde

Am Mittwoch, dem 12. September 2012, besuchte Bischof Sommer unsere Gemeinde. Er diente mit dem Bibelwort Psalm 119, 166: „Herr, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten.“

In diesem Gottesdienst ging es hauptsächlich um unser Vertrauen in Gottes Handeln.

Zu Beginn seines Dienens ging unser Bischof auf den vom Chor gesungenen Gospel „Lead me, guide me“ (Führe und lenke mich) ein: Wie schwer fällt es oft, uns einfach in die Arme Gottes vertrauensvoll fallen zu lassen, weil wir seine Wege nicht verstehen oder es anders haben wollen. Dazu erwähnte unser Bischof folgende Begebenheit:

Bei den Cherokee-Indianern war es üblich, dass sich die jungen Krieger einer Mannbarkeitsprüfung unterziehen mussten, um in die Welt der Erwachsenen aufgenommen zu werden. Dazu mussten sie in einem tiefen Wald eine Nacht verbringen. Man kann sich vorstellen, wie groß die Angst sein muss, nachdem man mit verbundenen Augen in den Wald geführt wurde und allein gelassen worden war. Tiere streifen dir um die Beine, ungewohnte Geräusche jagen dir Schauer über den Rücken. So wurde eines Tages ein Jugendlicher in den Wald geführt, allein gelassen und hatte fortan grausame Angst. Aber er hielt durch. Bei den ersten Sonnenstrahlen, die er auf der Haut spürte, durfte er die Binde abnehmen. Er blickte sich um und sah – seinen Vater. Dieser hatte die ganze Nacht auf einem Baum sitzend auf ihn aufgepasst.

Genauso achtet der himmlische Vater stets auf uns, wenn wir ihn auch nicht sehen oder hören. Vertrauen wir ihm ganz, lassen wir uns in seine Hände fallen.

Der Chor beendete den Gottesdienst mit dem schwungvollen Gospel aus Simbabwe/Afrika „Rakanaka Vangeri“, in welchem Gott und das Evangelium voller Freude gepriesen werden. Und mit gestärktem Gottvertrauen haben wohl die meisten von uns (oder: vielleicht auch alle?) den Heimweg angetreten – ausgerüstet mit genügend Kraft und Gottvertrauen für den Rest der Woche (oder: bis zum nächsten Gottesdienst).

Text: W. P.
Fotos: T. B.