„Gott aber hat den Herrn auferweckt...“

„... und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft“ (1. Korinther 6, 14). Dieses Bibelwort war Grundlage des Ostergottesdienstes. Die Gemeinde Vechelde gestaltete ihn wieder als Familiengottesdienst.

Bereits am Gründonnerstag war die Gemeinde aufgerufen, gemeinsam den Ostergottesdienst vorzubereiten. Es ist nicht einfach, in der hektischen Geschäftswelt zusätzlich Zeit abzuzweigen, um sich mit religiösen Themen zu befassen. Aber es war interessant, wie jeder Teilnehmer Ostern betrachtet und was für ihn persönlich an Ostern wichtig ist. So wurden viele Facetten des Osterfestes deutlich.

In dem sehr inhaltsreichen Gottesdienst zum Karfreitag war nicht das Sterben Christi Mittelpunkt, sondern die freiwillige Hingabe des Lebens Jesu, damit wir erlöst werden können. Ein Grund zur Dankbarkeit und nicht der Trauer.

Besonders eindrucksvoll war der Altar geschmückt. Das Kreuz, das zu Karfreitag noch aufgerichtet war, lag zum Osterfest am Boden und war bedeckt mit Tüchern. Es hatte keine Funktion mehr. Die Farbenpracht der Frühlingsblumen am Altar symbolisierte den strahlenden Neubeginn.

Nach dem Eingangslied „Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ“ (GB 73), dem Gebet und dem Chorlied „Freut euch ihr Christen“ (GB 66) folgte die Lesung. Dem Gemeindevorsteher ist es ein Anliegen, dass gerade auch die zahlreichen Kinder in der Gemeinde kindgerecht gelehrt und in der Heilsgeschichte unterwiesen werden. Deshalb war bereits die Lesung mit Projektionen hinterlegt.

Schwerpunkte der Predigt des Gemeindevorstehers und des Predigtbeitrages des Diakons war die Entwicklung des Lebens Jesu von Weihnachten bis Ostern. Die Geburt Jesu und sein Sterben sind historisch belegt, die Auferstehung ist Glaubenssache. Ostern verändert alles. In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl wurde noch einmal deutlich, dass ohne Vergebung nichts Neues anfangen kann. Ausgehend von der Werbung eines Bäckers rief der Vorsteher dazu auf, „Brotversteher“ zu werden, also das Heilige Abendmahl richtig zu verstehen und anzuwenden.

In dem von der Gemeinde gesungenen Lied „Kommt stimmet alle jubelnd ein“ (GB 68) und dem Schlusslied „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (GB 69) fand die Osterfreude noch einmal musikalisch Ausdruck.

Text und Fotos: H. G.