Ein interessanter Herbstausflug

Die Idee entstand irgendwann während einer Flöten-Übungsstunde: Wir werden die Firma MOECK besuchen. Wir werden uns anschauen, wie eine Flöte hergestellt wird. Wir wollen erfahren, was es Wissenswertes über Blockflöten gibt. Warum heißt eine Blockflöte eigentlich Blockflöte? Aus welchem Holz wird eine Flöte hergestellt? Was gibt es überhaupt für Flöten? Wir wollten es wissen, also fuhren wir nach Celle...

Schon die Eingangshalle versetzte uns in Erstaunen: Große, kleine, helle, dunkle, gerade, gebogene Flöten lagen und standen in den Schaukästen. Bei uns in Vechelde spielen wir auf der Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöte. Kleiner als unsere Sopranflöte ist die Sopranini. Als uns aber das „Garkleinflötlein“ gezeigt wurde, stellten wir fest, dass manche Hand zu groß war, um diese Flöte zu spielen. Es gibt auch Flöten, für die manche Hand zu klein ist, um sie zu spielen. Größer als unsere Bassflöte in Vechelde ist der Großbass. Celina durfte sogar den Subbass testen – dieser ist ca. 2 m hoch. Ihn überragt noch der Subkontrabass mit seinen 3 m.

Zur Herstellung von Blockflöten wird überwiegend Ahorn und Birnbaum verwendet. Wir durften zusehen, wie aus einem Holzklotz eine Schulblockflöte wurde: Der Klotz wird erst mal zu einem runden Rohling gedrechselt, geteilt und durchbohrt. Anschließend werden die Grifflöcher gebohrt und der Zapfen mit Kork versehen. Nun kann unsere „Flöte“ zusammengesteckt werden. Es werden noch der Windkanal (hier pustet man hinein) und das Labium (die schräge Öffnung am Kopfstück) gefräst, und schon kann die „Flöte“ gespielt werden. Aber sie ist noch kein schönes Instrument. Für das Mundstück wird noch ein Block aus Zedernholz eingesetzt – dieses quillt nicht auf – und die Flöte bekommt mit dem letzten Schnitt ihren „Schnabel“. Jede Blockflöte wird einzeln abgestimmt.

Selbstverständlich ging die/der eine oder andere mit einer nigelnagelneuen Blockflöte nach Hause – diese musste natürlich bezahlt werden. Nur Celina – die Glückliche – sie bekam die Sopranflöte geschenkt, deren Herstellung wir Schritt für Schritt begleitet haben. Überrascht wurde auch unsere Heidi. Sie erkannte den Flötenkopf wieder, deren Mundstück ihr Dackel vor vielen Jahren angeknabbert hat….

Text: M. D.
Fotos: H. G.